Klarer Auswärtssieg trotz schwankender Leistung

Am vergangenen Samstag reiste die weibliche D‑Jugend der HSG Böblingen‑Sindelfingen nach Eningen unter Achalm, wo die Mannschaft der TSG Reutlingen als Gastgeber auf sie wartete. Die Zielsetzung war dabei klar formuliert: Die Saison soll als Tabellenzweiter abgeschlossen werden – und dafür waren zwei Punkte Pflicht. Ein Blick auf die Tabelle ließ die Aufgabe machbar erscheinen, doch wie im Sport so oft gilt: Ein Gegner darf niemals unterschätzt werden, und nur wer sein eigenes Potenzial abruft, hat reale Siegchancen.

Pünktlich um 15:00 Uhr trafen Mannschaft und Trainerteam an der Halle in Eningen ein. Kurz darauf verschwanden die Spielerinnen in der Kabine, schlüpften in ihre HSG‑blaue Spielkleidung und betraten anschließend gewohnt fokussiert das Spielfeld zum gemeinsamen Aufwärmen. Routiniert absolvierten die BöSi‑Girls ihr Programm aus Laufen, Passen und Koordination. Wenige Minuten vor dem Anwurf zog sich das Team ein letztes Mal in die Kabine zurück, um die finalen taktischen Hinweise zu erhalten.

Um Punkt 16:00 Uhr pfiff der Unparteiische die Partie an. Von Beginn an fiel auf, dass die Gastgeberinnen ein eher ruhiges Tempo anschlugen. Überraschenderweise gelang es den BöSi‑Girls zunächst nicht, daraus den gewohnten Vorteil zu ziehen. Statt das eigene schnelles Tempospiel aufzuziehen und mit Druck in die Lücken zu gehen, passte sich die Mannschaft phasenweise dem Gegner an. Dies führte dazu, dass Reutlingen sogar das erste Tor der Partie erzielte.

Zwar drehte die HSG das Spiel umgehend und lag nach wenigen Minuten in Führung, dennoch reagierte das Trainerteam früh und nahm bereits nach rund sieben Minuten eine Auszeit. Die Mannschaft sollte daran erinnert werden, welche Stärken sie auszeichnen und welche Herangehensweise notwendig war, um das Spiel klar an sich zu ziehen. Doch konstant gelang dies zunächst weiterhin nicht. Immer dann, wenn die Mädels mit ausreichend Abstand zur Abwehr, Tempo und ohne technische Fehler agierten, erspielten sie sich klare Torchancen. Doch diese erfolgreichen Sequenzen wechselten sich mit Phasen ab, in denen der eigene Rhythmus nicht gefunden wurde.

Trotz dieser Schwankungen bauten die BöSi‑Girls ihre Führung kontinuierlich aus und gingen mit einem verdienten 3:8‑Halbzeitstand in die Kabine. Nach einer kurzen Regenerationsphase, erneuten taktischen Anpassungen und motivierenden Worten des Trainerteams kehrten die Spielerinnen entschlossen aufs Spielfeld zurück.

In den ersten Minuten der zweiten Halbzeit zeigte sich schnell, dass die Hinweise Wirkung zeigten – zumindest phasenweise. Die Mannschaft agierte nun häufiger mit der nötigen Konsequenz und erhöhte das Tempo im Angriff. Dennoch blieb die Leistung insgesamt wechselhaft, sodass auch in Durchgang zwei nicht das volle Potenzial dauerhaft abgerufen wurde. Trotzdem war der Auswärtssieg zu keinem Zeitpunkt gefährdet: Die HSG kontrollierte die Partie, ließ defensiv wenig zu und erspielte sich vorne zahlreiche klare Chancen.

Nach vierzig Minuten stand ein souveräner 7:20‑Auswärtserfolg auf der Anzeigetafel – ein Sieg, der deutlich ausfiel und dennoch zeigt, dass in dieser Mannschaft noch mehr steckt. Die Freude beim Abpfiff war groß: Im Kreis feierten die Mädels ihren Erfolg und skandierten lautstark „Auswärtssieg“, ein verdienter Abschluss dieser Auswärtsfahrt.

Nun stehen noch zwei Heimspiele an, in denen ebenfalls Siege Pflicht sind, wenn am Ende tatsächlich die Vizemeisterschaft nach Böblingen‑Sindelfingen gehen soll. Die Mannschaft weiß, dass sie in diesen Partien noch konstanter auftreten muss – und ist bereit, genau daran zu arbeiten.

Fazit: Wenn nicht alles perfekt läuft, muss der Erfolg mit Willenskraft, Einsatz und Kampf erzwungen werden. Genau das haben die BöSi‑Girls in Reutlingen eindrucksvoll bewiesen und sich den Auswärtssieg mehr als verdient.

Für die HSG im Einsatz:
#1 Diana, #21 Anina, #22 Liliana, #23 Sofia, #27 Lena, #29 Hanna, #30 Antea, #31 Romy, #32 Luisa, #33 Maya, #OA Sonia, #OB Marko, #15 Olga

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