Am 10. Januar 2026 fand im Klostergartenhallenbad Sindelfingen ein besonderes sportliches Ereignis statt: Die männliche C‑ und B-Jugend der HSG Böblingen‑Sindelfingen traf erstmals auf die Jugend-Wasserballer, um gemeinsam ein Trainingsabenteuer im tiefen Wasser zu erleben. Die 90 Minuten im Becken wurden zu einem intensiven, unterhaltsamen und begeisternden Erlebnis für die Jugendlichen beider Sportarten.
Organisation und Vorbereitung
Möglich gemacht wurde das gemeinsame Training durch die engagierte Zusammenarbeit mehrerer Verantwortlicher. Andi Bonhage, Vorstand des VfL Sindelfingen, stellte den Kontakt zur Schwimmabteilung sowie zum Bäderamt her. Herr Keipert vom Bäderamt sorgte unkompliziert für die organisatorische Freigabe des Hallenbads. Eine entscheidende Rolle spielte auch Jens Kirschnik aus der Schwimmabteilung, der die Wasserballsparte für Kinder aufbaut und die komplette Trainingseinheit leitete.
Seitens der HSG nahmen 14 Spieler der männlichen C‑ und B‑Jugend teil. Unterstützt wurden sie von vier Trainern – Hasan Alp Deveci, Fabian Rotsching, Marcel Muslewski und Robin Dörner – sowie Achim Schwab aus der Jugendleitung. Von den Wasserballern waren sowohl Kinder des VfL als auch Jugendliche des TV Darmsheim mit ihren Trainern vertreten.
Einstieg ins Training
Zu Beginn trainierten die Gruppen getrennt, damit die Handballer zunächst die neue Umgebung und die Grundlagen des Wasserballs kennenlernen konnten. Das Training fand ausschließlich im tiefen Becken statt – für die meisten Handballer eine ungewohnte, aber spannende Herausforderung, da es keinen festen Boden unter den Füßen gab.
Ablauf und Inhalte
Nach einem schwimmerischen Aufwärmen folgte eine Einführung in die Grundregeln des Wasserballs. Dabei erklärten die Trainer zentrale Unterschiede zum Handball. Besonders das Vorwärtsbewegen des Balls auf dem Wasser statt des klassischen Prellens war für die HSG‑Spieler eine interessante Umstellung.
Viel Gelächter gab es beim Austeilen der Wasserball-Kopfschützer in Blau und Weiß; die roten Hauben kennzeichneten die Torhüter. Das Aufsetzen mit dem charakteristischen Schleifchen unter dem Kinn sorgte für sichtbare Erheiterung.
Anschließend wurden verschiedene technische Übungen durchgeführt – darunter einhändige Pässe mit dem Wasserball, der zwar leichter, aber gleichzeitig größer und härter ist als ein Handball. Auch das Halten der Balance im tiefen Wasser stellte eine ganz eigene sportliche Herausforderung dar.
Gemeinsames Abschlussspiel
Zum Abschluss wurde ein gemischtes Spiel durchgeführt – Teams aus Wasserballern, Jugendlichen des TV Darmsheim und HSG‑Handballern traten in Blau und Weiß gegeneinander an. Aufgrund der Enge im Becken wurden die Teams später nochmals geteilt, sodass vier Mannschaften entstanden und alle ausreichend Spielzeit bekamen. Die Spielfreude und der Einsatz waren bei allen Teilnehmenden deutlich zu erkennen.
Nach dem offiziellen Trainingsende folgte ein lockerer Abschluss: Wasserballer und Handballer nutzten gemeinsam das Sprungbrett und hatten sichtlich Spaß – ein gelungener Ausklang des abwechslungsreichen Abends.
Stimmen zum Training
Der Trainer des TV Darmsheim brachte es auf den Punkt: „Sie merken gar nicht, dass sie trainiert haben – und waren doch die ganze Zeit in Bewegung.“
Auch bei der HSG fiel das Feedback sehr positiv aus. Hasan Alp Deveci meinte begeistert: „Wir fanden es super – hat mega Spaß gemacht, vor allem wie sportlich anspruchsvoll es war.“
Achim Schwab ergänzte: „Die Wasserballer können gerne auch einmal bei uns im Training vorbeischauen.“
Und Organisator Jens Kirschnik zeigte sich ebenfalls offen für eine Wiederholung: „Ihr könnt jederzeit wiederkommen und mittrainieren.“
Fazit
Das erste gemeinsame Wasserball-Training war ein voller Erfolg. Die Jugendlichen lernten eine neue Sportart kennen, hatten gemeinsam Spaß und kamen ordentlich ins Schwitzen – oft ohne es überhaupt zu merken. Die positive Atmosphäre, das Miteinander und die Offenheit beider Seiten machen eine Wiederholung des Trainings nicht nur wahrscheinlich, sondern ausdrücklich erwünscht. Ein schönes Zeichen für sportliche Zusammenarbeit in der Region Böblingen‑Sindelfingen.

